Willkommen in der Ugly Men’s Lounge!

Unsere Jukebox ist gespickt mit Preziosen der Musikgeschichte bis 1962: Rock & Roll, Rhythm & Blues, Mambos, Cha Chas, Exotisches, unglaublich Seltsames!

Die Musikgeschichte birgt mehr Geheimnisse, als Sie glauben…
„Down At The Ugly Men’s Lounge“ ist gerne behilflich, einige von ihnen aufzudecken.

Zum Hören und Tanzen genügen unsere grandios zusammengestellten Zehn-Zoll-Langspielplatten.
Zum Nachlesen der Fakten über die Künstler von „Down At The Ugly Men’s Lounge“ gibt es diese Website.

Viel Vergnügen!

Prof. Bop

 

Volume 4

Erhältlich im
ROOF Music Onlineshop!

 

Koko-Mamey – MOE KOFFMAN Quartet

Seit seinem Überraschungshit „Swinging Shepherd Blues“ im Jahre 1958 gehörte der kanadische Saxophonist und Flötist Moe Koffman (1928 – 2001) zu den populärsten Künstlern seiner Heimat. Auch in den USA hatte sein Name einen guten Klang und der Stapel seiner Veröffentlichungen ist beindruckend. Koffmans Talent als röhrender Rock’n’Roller fand dabei nur wenig Beachtung. So ging sein entfesseltes „Koko-Mamey“, eigentlich eine leicht tequilöse Fassung des russischen „Wolgaschiffer-Liedes“ als B-Seite seiner Calypso-Scheibe „Little Pixie“ (im Juni 1958 immerhin eine # 72 der amerikanischen Hitparade) irgendwo im Rock’n’ Roll-Niemandsland verloren.


Fever Twist – HENRY WRIGHT & Il Suo Complesso

Das gute alte „Fever“ fand im Laufe der Jahre viele begeisterte Interpreten. Angefangen bei Little Willie John (1956) über Peggy Lee (1958), Elvis Presley (1960), The Three Suns (1960), Sam Butera (1959) und The McCoys (1965) bis hin zu Beyoncé (2003) hat diese Komposition von Eddie Cooley und Otis Blackwell (er benutze hier das Pseudonym John Davenport) ihren Status als Klassiker des amerikanischen Liedguts wacker verteidigt.

Der in Italien lebende amerikanische Sänger Henry Wright veröffentlichte seine „Fever“-Fassung (aus allzu durchsichtigen Gründen in „Fever Twist“ umbenannt)

1962 als Rückseite seiner Single „Abat-jour“ (dahinter verbarg sich die französische Version des alten Robert-Stolz-Schlagers „Salome“), die ihrerseits einen Platz in den Herzen der Cineasten innehält:

1963 legte Sophia Loren zu Henry Wrights „Abat-jour“ im Film „Ieri, oggi, domani“ („Gestern, heute und morgen“) einen sensationellen Striptease hin, während Marcello Mastroianni vor Aufregung nicht wusste, wohin mit seinen Händen…


Ooh How I Love Ya – MURRAY SCHAFF & His Aristocrats

Murray Schaff & His Aristocrats waren eine der typischen, swingenden Jive Bands der amerikanische  Ostküste, die die Rock’n’Roll-Achse zwischen Philadelphia und Las Vegas bespielten.

1956, zur Zeit der Veröffentlichung von „Ooh How i Live Ya“,  bestand die Band aus John McLean (Gitarre), Jerry Kay (Piano, später ersetzt durch den als Bandleader der „Jazz Bombers“ bekannten Bobby Boyd), Lou Cavae (Bass) und Johnny Ogden (Schlagzeug). Mr. Schaff selbst spielte das Tenorsaxophon und sang.

Für Schallplattenausnahmen wurde die Band gelegentlich um die Position eines zweiten Saxophonisten erweitert – so auch hier. Leider ist der Name des Baritonsax-Spielers nicht bekannt, aber ohne ihn wär’s nur halb so schön!

Die Schallplattenkarriere von Murray Schaff (1927 – 1996) erstreckte sich von 1954 bis 1960.

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Volume 3

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Side A     Side B  
01 “Open The Door Richard” – BILL DOGGETT & His Combo   01 “Sister Jenny” -THE FOUR HUES & George Cates Orchestra
02 “Bla, Bla, Bla Cha Cha Cha” – TITUS TURNER & Mort Garson Orchestra   02 “Guitar Rock” – IRVING ASHBY
03 “Rex The Hex” – THE KING’S JESTERS   03 “Walking Together” – REED HARPER & The Notes and Sid Bass Orchestra
04 “Rockin’ The Keys” – JOSE MELIS & His Piano   04 “Nite Train To Wabash” – BILLY WAYNE Combo
05 “Lookout” – SAVINA & The Love Orchestra   05 “Girl With Swingin’ Derriere” – RUTH WALLIS & Jimmy Carroll Band
06 “Minor Mad” – ROBY DAVIS & Son Orchestra   06 “Rock’n’Roll Cha Cha Cha” – THE SHEPHERD SISTERS
07 “All Or Nothing At All (Take Your Lips Offa My Cheek)” – PAGE CAVANAUGH Trio   07 “Abdullah’s Pets” – HENRI DE PARI & His Orchestra

 


 

 

AUS DEM PROF. BOP-ARCHIV:



„Open The Door Richard“ – BILL DOGGETT & His Combo

 

Dieser Song hat eine der längsten durchgängigen Historien im Rhythm & Blues, Jazz und Rock & Roll überhaupt aufzuweisen. Eigentlich basiert er auf einem Sketch, der schon  1918 von dem Komiker John Mason geschrieben und popularisiert worden war.

Verschiedene andere Komiker griffen den Spaß um einen Betrunkenen, der den Weg in sein Haus nicht mehr findet, auf – allen voran Dusty Fletcher, der damit auf der Bühne des Harlemer Apollo Theaters einen Sensationserfolg feierte.

Der kalifornische Saxophonist und Band-Leader Jack McVea komponierte 1946 einen Refrain zum Sketch und nahm ihn als erster mit seiner Band auf.

Ein „Richard“-Lawine brach los: Coverversionen (u.a. von Louis Jordan, Count Basie und Dusty Fletcher höchstselbst), Antwort-Platten, fremdsprachige Versionen (sogar auf Chinesisch und Armenisch) undundund…. 

Der Bandleader und Organist Bill Doggett (1916 – 1996), der als Pianist und Arrangeur schon seit den 30er Jahren den schwarzen Swing maßgeblich mitgeprägt hatte, in den 40ern als Pianist für Louis Jordan wirkte und in den 50er Jahren den Sound der groovy-vor-sich-hin-köchelnden Hammondorgel-Tenorsaxophon-Bands definierte („Honky Tonk Pt.2“), reduzierte seine Fassung 1961 auf den Refrain. Die Handlung des Sketches sollte man sich wohl selbst denken, aber die herrlichen Soli und der lustvolle Chor auf der Platte brauchten keinen Witzemacher mehr, um zu verfangen.


„Bla Bla Bla Cha Cha Cha“ – TITUS TURNER & Mort Garson Orchestra

 

Titus Turner (1933 – 1984), war ein R&B-Altmeister, der schon mit siebzehn Jahren seine ersten Schallplatten veröffentlicht hatte und dessen Kompositionen, von anderen gesungen, enorm erfolgreich wurden. Dieses hübsche Kabinettstückchen erblickte das Licht der Welt 1961 als kaum beachtete B-Seite von „Pony Train“.
Die Nummer wurde in vielen Ländern veröffentlicht, aber nur bei der in Großbritannien erschienenen Version entschloss man sich, auf ein „Bla“ zu verzichten.
Oder war es gar ein Versehen? Egal – sowieso alles nur Bla-Bla!


„Rex The Hex“ – THE KING’S JESTERS

 

Wir erlauben uns, einen offensichtlichen Rechtschreibfehler zu korrigieren und garnieren das „Kings“ des Original-Labels von 1957 mit einem Apostroph.
Es gibt vage Anzeichen, dass es sich bei den King’s Jesters um die legendären Park Avenue Jesters handelt, eine Showband, die schon 1947 auf dem Schallplattenmarkt auffällig wurde und sich im Laufe der folgenden Jahre auf verschiedenen Labels und an verschiedenen Stilen zwischen Ink-Spots-Imitation, italo-amerikanischem Humor und wildem R&B-Gehonke versucht hat. „Rex The Hex“ dürfte die letzte Veröffentlichung der Band gewesen sein. Wenn unser Verdacht stimmt, gehörten der Combo zur Zeit dieser Aufnahmesession Joe Rinaldi (alias Joey Reynolds, Klarinette und Saxophon) und Tony Stumpo (Piano) an. Und der Rest der Besetzung? Gemach…., wir wissen ja nicht einmal sicher, ob dies die guten alten Park Avenue Jesters waren…


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Volume 2

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Side A     Side B  
01 “Double Talk” – THE PLAYBOYS   01 “Party Time” – THE RAY-O-VACS
02 “One Arabian Night” – THE FOUR TOPHATTERS   02 “Hey, Mrs. Jones” – TINY TONY & The Statics
03 “A String Of Pearls” – BILLY FORD & His Combo   03 “Mambo Rock” – JOHN BUZON Trio
04 “Why Don’t You Do Right” – PAT MORRISSEY   04 “Stay Away From Me” – BOBBY BERNELL & The Dreamtones
05 “Tea House Blues” – CRAZY JOSÉ   05 “Can You Feel It?” – ED GATES & His Custom Hammond Organ
06 “Good Rockin’ Tonight” – ARTHUR PRYSOCK   06 “Route 66” – AL BROWN & His Tunetoppers
07 “Darling” – CHARLIE GREEN   07 “Aladin Cha Cha” – AIMABLE, His Accordion & His Organ

 

 


 

 

 

 

 

 

AUS DEM PROF. BOP-ARCHIV:



“Double Talk” – THE PLAYBOYS

 

The Playboys aus Philadelphia begannen um 1951 Philadelphia mit dem typischen „Northern Band Sound“ ihrer Heimatstadt. Der Gründer der Gruppe war der Saxophonist Ray Dee (eigentlich Ray D’Agostino). Nach einigen Umbesetzungen, regionalen Erfolgen und dem Herumexperimentieren mit verschiedenen Rhythmen und Stilen bei mehreren Plattenfirmen gelang ihnen 1958 mit der Ballade „Over The Weekend“ endlich der große Wurf. Dabei wurde die mitreißende B-Seite der Single vom großen Publikum geflissentlich übersehen. „Double Talk“ war eine Komposition von zwei Ex-Mitgliedern bahnbrechender Rhythm & Blues-Gesangsgruppen: Leonard Puzey (1926 – 2007) war ein Mitbegründer der Ravens und Gregory Carroll (1929 – 2013) sang ein paar Jahre bei den Orioles. Seit ihrem gemeinsamen Jahr bei den Dappers (1956) arbeiteten sie als Songschreiber zusammen. „Double Talk“ erwies sich als ideale Rock & Roll-Nummer, die 1958 auch von Conway Twitty (als „Double Talk Baby“) gesungen wurde.

Zur Zeit der Aufnahme von „Double Talk“ bestanden die Playboys aus Ray Dee (Tenorsaxophon), Ronnie James (Gitarre), Irv Mellman (Piano), Lou Mauro (Drums), Joe Franzosa (Bassgitarre) und dem kurz  zuvor zur Gruppe gestoßenen Sänger Sammy Vale. Außerdem war bei der Aufnahme im Studio ein unbekannt gebliebener Baritonsaxophonist zugegen. Später kam als neuer Pianist Russ Conti, ein ehemaliges Mitglied von Freddie Bell & The Bell Boys, in die Band.
Die Playboys veröffentlichten ihre letzte Platte im Jahre 1962 und traten noch bis 1964 auf.


“One Arabian Night” – THE FOUR TOPHATTERS

 

The Four Tophatters, Pat Vassello (Trompete), Carmen Falconieri (Gitarre), Chet Sondinsky (Akkordeon) und Blazie Pollack (Bass) gaben 1954 ihr Debut auf der Rock & Roll-Bühne.
Ihre Einstandsplatte „Dim Dim The Lights“ erregte gleich soviel Aufsehen, dass die Nummer sogar von Bill Haley gecovert wurde, der damit immerhin einen Nummer-11-Hit hatte.

Archie Bleyer, Inhaber der Plattenmarke Cadence und Produzent der Four Tophatters in Personalunion, verordnete den vier Zylinderhut-Trägern (nichts anderes bedeutet „Tophatters“ – dabei trugen sie diese vornehmen Kopfbedeckungen auf keinem einzigen ihrer Fotos!) von Anfang an einen Studio-Schlagzeuger, der für den aktuellen Rock & Roll-Rhythmus sorgte. Bei „One Arabian Night“  ging er 1956 noch weiter: Keine Trompete mehr, auch kein Akkordeon, stattdessen zwei Saxophone.  Arabien halt…


“A String Of Pearls” – BILLY FORD & His Combo

 

Den meisten Käufern des 1958er Riesenhits „La Dee Dah“ von Billy & Lillie (und es gab viele, sehr viele Käufer…) dürfte nicht bewußt gewesen sein, dass sie in Wirklichkeit einer Platte der Billy Ford Combo  lauschten.
Der Trompeter Billy Ford (1919 – 1983) gründete sein eigenes Ensemble 1945 nach Lehrjahren in namhaften Orchestern. Je nach Plattenmarke hießen die Bands, denen er vorstand Musical V-8’s oder Thunderbirds. Nur bei Josie firmierte er schlicht als Leader seiner „Combo“. 1955, zur Zeit der Aufnahme von „A String Of Pearls“, einem Standard aus dem Glenn-Miller-Repertoire, bestand die Band neben Billy Ford wahrscheinlich aus Freddie Pinkard (Drums), Frisco Bombay (Gitarre), Howard Anderson (Piano), Jimmy Holmes (Tenorsaxophon) und Frederick „Money“ Johnson (Bass).
Lillie Bryant (die Lillie von Billy & Lillie) stieß erst zwei Jahre später zur Gruppe und der Rest ist Geschichte.


“Volume 2” weiterlesen

Volume 1

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Side A     Side B  
01 “Take Me Back” – AL BROWN & His Tunetoppers   01 “Steamboat” – FRANKIE CASTRO & Carl Stevens Orchestra
02 “We Like Birdland” – THE SATELLITES   02 “Ooba Dabba Dabba Da” – ROMAINE BROWN & The Romaines
03 “The Dickie-Doo” – MIKE PEDICIN Quintet   03 “Ain’t Gonna Throw Any Rice” – RUTH WALLIS & Jimmy Carroll Band
04 “Too Much Chianti” – BRUNO, His Guitar & His Brunos   04 “Mambo Gunch” – CHRIS POWELL & The Blue Flames
05 “Love Charms” – DIANE MAXWELL   05 “Wine, Women And Gold” – THE CARSONS & Perry Botkin Band
06 “Dansero” – BILLY MURE’s Rocking Guitars   06 “Mexican Rock” – CARL “ACE” CARTER
07 “Track That Cat” – THE BONNIE SISTERS
& Mickey “Guitar” Baker
  07 “My Funny Valentine” – MERI ELLEN & Her Cohorts

 

AUS DEM PROF. BOP-ARCHIV:


“Take Me Back” – AL BROWN & His Tunetoppers>

 

Der Saxophonist, Pianist und Sänger Al Brown (1929 – 2009) war über viele Jahre der Doyen der Rhythm & Blues-Szene von Baltimore. Schon sein Vater Alphonse war ein populärer Jazzmusiker und spielte u. a. eine Zeit lang im Orchester von Don Redman. Seine drei Söhne Al Jr. (Tenorsaxophon, Piano, Gesang), Charles (Altsaxophon) und Donald (Trompete, Gesang) ergriffen denselben Beruf und gründeten gemeinsam mit Grafton Martin (Gitarre), Andrew Walker (Bass), Orney Pate (Drums) und Cookie Brown (Gesang) die Tunetoppers, die sich unter der Leitung von Al zu einer begehrten Begleitband für Package-Tourneen durch die östlichen Südstaaten entwickelten. Bei Schallplattenaufnahmen wirkte regelmäßig die Baltimore-Jazzlegende Mickey Fields (Tenorsaxophon, Piano) mit.
Nachdem Al Browns Single “The Madison“ 1960 für einen weltweiten Dance Craze sorgte, erschienen ein Album und eine Handvoll weiterer Singles unter dem Namen Al Brown & His Tunetoppers, teilweise mit der Baltimore-Band, teilweise auch mit New Yorker Studiomusikern eingespielt. “Take Me Back“ kam ebenfalls 1960 heraus. Al Brown starb 2009 im Alter von 79 Jahren.

Mehr von Al Brown & His Tunetoppers gibt’s auf “Down At The Ugly Men’s Lounge Vol.2“


“We Like Birdland” – THE SATELLITES

 

“We Like Birdland“ in der Version der Satellites erschien erstmals 1960 auf dem kleinen Palace-Label. Danach wurde die Single bis 1964 noch auf verschiedenen Marken in Europa und den USA wiederveröffentlicht. Nachdem der Saxophonist Joey Ambrose (geb. 1934, auch bekannt als Joey d’ Ambrosio) 1955 gemeinsam mit dem Bassisten Marshall Lytle und dem Schlagzeuger Dick Richards bei Bill Haley & The Comets ausgestiegen war, gründeten die drei The Jodimars, die für einige Jahre einer der populärsten Rock & Roll Acts in Las Vegas waren. Nach dem Ende der Jodimars ging Ambrose in seine Heimatstadt Philadelphia zurück und formierte die Satellites, die schon kurz nach der Gründung der Band ebenfalls  in den Lounges von Las Vegas auftraten.
Joe Ambrose verbrachte den größten Teil seines Musikerlebens auf den Bühnen und in den Orchestergräben der Spielermetropole, bis er in den 90er Jahren wieder regelmäßig weltweit mit seinen alten Kollegen von den Jodimars und anderen ehemaligen Comets als Bill Haley’s Original Comets auf Tournee ging.


“The Dickie-Doo” – MIKE PEDICIN Quintet

 

Auch der 2016 im Alter von 99 Jahren verstorbene Mike Pedicin war ein großer Name in der frühen Rock & Roll Szene von Philadelphia. Er formierte seine erste Swing Combo bereits 1940. Eines der Gründungsmitglieder war die spätere Rock & Roll-Legende Dave Appell, ein anderes der Bassist Lou de Francis, der seine gesamte Musikerlaufbahn bei Mike Pedicin verbrachte. Die Combo von Mike Pedicin gehörte zu den ersten weißen Ensembles, die in den Clubs von Philadelphia und im nahe gelegenen Ferienparadies Wildwood, New Jersey mit Rock & Roll-Versuchen experimentierten – zeitgleich mit anderen Pionieren wie Jimmy Cavallo, Charlie Gracie und Bill Haley. “The Dickey-Doo“ war der 1958er Versuch, einen Dance Craze für die von Dick Clark moderierte TV-Show “American Bandstand“ zu etablieren. Der Titel des Songs bezog sich auf Dick Clarks Sohn Dickie. Die andere Seite der Single war eine Wiederveröffentlichung: Schon 1954 war Mike Pedicins “Shake A Hand“, die Coverversion des ’53er R&B Hits von Faye Adams, erstmals herausgekommen. Jetzt, im zweiten Anlauf, wurde die Nummer zum größten Hit für das Pedicin Quintet. Der „Dickie-Doo“ aber war schnell vergessen. Bis jetzt.

Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme bestand das Mike Pedicin Quintet aus dem Bandleader (Altsaxophon), Sam Cocchia (alias Sam Cooke, Gitarre), Buddy La Pata (Piano), Lou de Francis (Bass) und Al Mauro (Drums, Gesang).


“Volume 1” weiterlesen

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