Volume 7

AUS DEM PROF. BOP-ARCHIV

Get A Load Of That Walk – RANDY VAN HORNE & THE TIGERS

Randy Van Horne (1924 – 2007) gehörte zu denen, die im Studiosystem von Hollywood immer die passende Vokalgruppe für jede Art von Arbeit bereithielten. Ob sie die Titelmelodie der TV-Serie „The Flintstones“ sangen oder Esquivel, Bob Thompson und Martin Denny bei ihren großangelegten Orchester-Arrangements unterstützten – Mr. Van Horne war immer mittendrin.

Seine Gruppe begann als „The Encores“ auf Platten des Orchesterleiters Billy May.

Danach veröffentlichte er sein eigenes Material meistens unter „The Randy Van Horne Singers“ oder „Randy Van Horne  & His Swinging Chorale“.

Für die deutlich Rock & Roll-lastigere Nummer „Get A Load Of That Walk“, ein Festival der Stutenbissigkeit, wählte er 1959 die Bezeichnung „Randy Van Horne & His Tigers“.

 

Lonesome Road – JACKIE JOCKO & The Barrett Singers

Jackie Jocko, geboren 1929 als Giovanni Giaccio in Buffalo, New York, war sein Leben lang ein unermüdliches Arbeitspferd in Sachen Nachtclub-Entertainment an Klavier und Mikrophon. Seit 1944 ein Profi, erschienen seine ersten Platten 1952. Es kamen acht glücklose Singles heraus. Später, zwischen 1959 und 1964, folgten noch drei Lps.

Aber seine fehlende Fortune als Schallplattenmacher nahm er dem Schicksal nicht weiter übel. Seine eigentliche Berufung sah er in seinem Job als Nachtclubpianist. Gemeinsam mit seinem lebenslangen Partner Joe Peters am Schlagzeug bespielte er noch bis 2016 Hotelbars und Restaurants in seiner Heimatstadt.

2019 starb er mit 90 Jahren.

Die Jackie-Jocko-Version von „Lonesome Road“ erschien 1958.

 

 

Rock Mr. Banjo – BOBBY SCHMIDT & sein Sextett

Bobby Schmidt (1923 – 2014) war schon Ende der 30er Jahre als Schlagzeuger in eigenen Combos tätig, ehe er nach russischer Kriegsgefangenschaft von 1945 bis 1955 als Drummer in der Big Band von Kurt Edelhagen seinen Ruhm mehrte.

Sein direkt im Anschluss daran gegründetes eigenes Sextett gehörte zu den führenden Hamburger Bands auf der Bühne und im Studio. Ab Ende der 50er Jahre war er meistens als Schlagerproduzent und -Komponist tätig. Sein größter Erfolg: „Er hat ein knallrotes Gummiboot“ von Wencke Myhre.

Für seine 1957 erschienene Ep „Rock’n’Roll Session“ peppte er den 1955er US-Schlager „Hey Mr. Banjo“ von den Sunnysiders so auf, dass er gerade noch als Rock & Roll durchgehen konnte.

Medianoche Y Madison – LOS T.N.T. (Tim, Nelly & Tony)

Los T.N.T – das waren die Geschwister Tim, Nelly und Tony Croatto, geboren zwischen. 1936 und 1941 in Udine, Italien. Die drei wuchsen in Paraguay auf, wurden in Buenos Aires entdeckt und zogen 1962 nach Spanien, wo sie ihre größten Erfolge feierten. So nahmen sie 1964 am Grand Prix Eurovision de la Chanson teil – wenn auch unter „ferner liefen“.

Hier in der Ugly Men’s Lounge, wo wir immer ein großes Herz für Songs im Madison-Rhythmus haben, ist „Medianoche Y Madison“, aufgenommen dirket nach Ankunft der drei jungen Leute in Spanien, ein hochwillkommener Knüller!

1966  stellten die drei von Los T.N.T. ihre Tätigkeit als Trio ein.

Leave My Heart – MARY DEL & Archie Bleyer Orchestra

Aus der Reihe der obskursten Sängerinnen ragt Mary Del ein bisschen heraus – nicht ohne Grund: Sie war es, die1949 gemeinsam mit dem Do-Re-Mi Trio als Erste den „A.B.C. Boogie“ eingespielt hat,  die Originalversion jener beliebten Nummer von Bill Haley & The Comets, 1954 als B-Seite von „Shake Rattle And Roll“ ein klassischer Beifang-Hit.

Als daher das Original im Windschatten der Haley-Version im Oktober 1954 nochmal herauskam, hörte Archie Bleyer, der Chef von Cadence Records, die flotte Scheibe (definitiv ein Bewerber für eine spätere Folge unserer Lounge) und schätzte Mary gleich als interessantes Talent ein.

So verdreifachte er ihre Discographie mit zwei Singles. Die erste wurde im Rahmen einer Blitzaktion ebenfalls im Oktober 1954 auf den Markt geworfen.  Die zweite erschien im Februar 1955: „Leave My Heart“, das spannendste Werk von Miss Del.

Das Stück atmet Exotik und Voodoo mit einer Ästhetik zwischen Blues und Rockabilly.

Schade, dass es gleichzeitig der Abgesang ihrer Karriere war.

Neptune Part 1 – SAMMY BENSKIN & The Spacemen

Spätestens seit Bill Doggetts alles überragender zweiteiliger Hitnummer „Honky Tonk“ im Jahre 1956 gehörten Instrumentals, die sich über zwei Seiten erstreckten, zum guten Ton. Oft aber war mit „Part 1“ schon alles gesagt.

„Neptune“ von Sammy Benskin & The Spacemen ist ein solcher Doppelseiter.

Der mit den besten Meriten ausgestatteten Pianist Benskin (1922 – 1992) veröffentlichte einige herrliche R&B-Instrumentals. Bei seinen Studiosessions waren die Granden der New Yorker Jazz- und R&B-Szene nur allzu gerne regelmäßig mit dabei: Sam „The Man“ Taylor (Tenorsaxophon), Panama Francis (Drums) Milt Hinton (Bass) oder Mickey „Guitar“ Baker.

So wohl auch hier…

Oriental Rock – GEORGIE MANIS

Endlich mal ein Vertreter der „Amerabia“-Musik in der Ugly Men’s Lounge!

Wir reden hier über eine Form von Pop- und Tanzmusik, die in der Neuen Welt seit über hundert Jahren den alten Glanz eines Phantasie-Orients mit großem Erfolg wiederauferstehen lässt!

In den entsprechenden Nachtclubs und Restaurants (vor allem an der US-Ostküste) spielen diese Gruppen eine türkisch-griechisch-armenisch-arabisch-georgisch-jugoslawische Phantasiemusik, die der Bandleader Eddie „The Sheik“ Kochak irgendwann mal als „Amerabia“ bezeichnet hat – und seitdem ist dieses Kunstwort ein fester Begriff. Die berühmteste Rock & Roll-Nummer aus diesem musikalischen Alternativ-Kosmos ist sicherlich „Come With Me To The Casbah“ von Ganimian. Zudem gibt es zahllose Versionen der ewigen Amerabia-Hymne „Misirlou“ – eigentlich ursprünglich ein griechisches Stück.

Und damit sind wir bei Georgie Manis (eigentlich Georgios Karatza), einem US-griechischen jungen Rock & Roller, der 1959 und 1961 jeweils eine Single mit typischen Teenager-Balladen veröffentlicht hat. Seine interessanteren Songs aber versteckten seine Plattenlabels auf den B-Seiten.

„Oriental Rock“, sicherlich ein Knüller, wenn Georgie Manis in den griechischen Gyros-Lokalen und Tanzschuppen von Massachusetts auftrat, war die Rückseite seiner 1961er Single „High School Love“.

The Swingin‘ Shepherd Blues – KIRK STUART & The Honeydreamers

Einen größeren Instrumentalhit als „The Swingin‘ Shepherd Blues“ von Moe Koffman konnte man sich 1958 kaum vorstellen (siehe unsere Anmerkungen zu diesem Künstler bei Down At The Ugly Men’s Lounge Vol.5).

Dass es sofort Coverversionen dieser Granate gab, ist nur allzu verständlich. Aber eine Fassung mit Text? Die lieferte uns Kirk Stuart, ein jungenhafter Gefolgsmann Nat King Coles, im selben Jahr gemeinsam mit der Ihnen schon aus Vol. 6 bestens bekannten Vokalgruppe The Honeydreamers.

Kirk Stuart (1934 – 1982) galt trotz seiner außerordentlichen gesanglichen Qualitäten vor allem als ein Jazz-Pianist von Rang. So verbrachte er die 50er und 60er Jahre als Klavierbegleiter u.a. mit Billie Holiday, Sarah Vaughan und Della Reese, mit der er sogar Duette veröffentlichte. Später wurde er ein geachteter Jazz-Pädagoge.

Da Moe Koffmans Plattenfirma Jubilee und Kirk Stuarts Marke Josie Schwesterlabels aus demselben Stall waren, wurden ihre Aufnahmen des „Swingin’ Shepherd Blues“ gemeinsam als Lizenzen nach Europa vermakelt, wo beide Fassungen als A- und B-Seite auf ein und dieselbe Single des niederländischen Artone-Labels gepresst wurden. Kurios!

Bleibt noch eine Frage: Ist es Moe Koffman selbst, der auf der Kirk-Stuart-Version die Flöte spielt? Er hätte dazu nichtmal eine Freigabe von seiner Plattenfirma benötigt. Hmmm ….

Out Of The Picture – MIKE PHILLIPS & The Vocalaires

Die ewige alte Frage: Wer war zuerst da – die Henne oder das Ei?

Genau das fragt man sich, geht es um „Out Of The Picture“. Ein bisschen bekannt ist der Titel in der Fassung der berühmten Robins vom März 1956 auf dem Whippet-Label aus Los Angeles.

Die deutlich unbekanntere Version von Mike Phillips & The Vocalaires auf Rainbow Records, einem prägnanten und hier bei der Ugly Men’s Lounge immer bestens beleumundeten Label aus New York mit einem starken Künstlerstamm aus der Musikszene von Philadelphia, erschien im selben Monat.

Für die Robins war „Out Of The Picture“ nur die B-Seite von „Cherry Lips“ und eine Veröffentlichung von vielen.

Für Mike Phillips & The Vocalaires blieb es die einzige.

Papa Luigi – BILLY HOPE & The Bad Men

Lynn Hope wurde 1926, geboren erlernte schon früh das Spielen des Saxophons und feierte seinen größten Erfolg 1950 mit seiner Version von „Tenderly“, einem Millionseller. Schon Ende der 40er Jahren waren er und seine Geschwister (wie es vor allen Dingen viele Bebop-Musiker taten) zum Islam konvertiert, weil sie mit einem arabisch klingenden Namen damals in vielen Staaten der USA nicht mehr unter „schwarz“ einsortiert wurden.

Dizzy Gillespie beschreibt diese Umstände ausführlich in seiner Autobiographie „To Be Or Not To Bop“.

In Lynn Hopes Pass stand fortan der Name „El Haji Abdullah Rasheed“. Lynns Geschwister bildeten gleichzeitig auch den Kern seiner Studio- und Tourband: Mary Hope (Myriam Rasheed – Piano), Khalil A. Malik (Trompete, Ventilposaune) und, endlich, Billy Hope (Yunus Ali – Drums).

Lynn Hope (samt Turban) und der Rest seiner Band (samt roten Fezen) waren ein Anblick, den man nicht vergessen konnte. Ab 1958 brachte Billy Hope mit seinen Bad Men (einschließlich Bruder Khalil) Singles unter eigenem Namen heraus.  Der rote Fez blieb sein sartoriales Markenzeichen.

Ein schwerer Shuffle-Beat kennzeichnete seinen ersten Aufnahmen und manches, was Billy Hope & The Bad Men spielten, speziell „Papa Luigi“, klingt wie ein Vorläufer der jamaikanischen Ska-Musik der frühen 60er Jahre. Und ganz recht: Carlos Malcolm & His Afro-Jamaican Rhythm veröffentlichten 1965 ihre „offizielle“ Ska-version von „Papa Luigi“.

Die hier abgebildete Single ist tatsächlich eine damalige jamaikanische Raubpressung von Billy Hopes Platte.

Yucca Bean – THE FOUR FRIENDS

Das Harmad-Label wurde von 1954 bis 1956 in Hollywood von Harry Okun betrieben. Die Liste der Veröffentlichungen umfasste dreizehn R&B-, Pop- und Hillbilly-Singles. Im Grunde war das ganze Label ein Vehikel für die Verbreitung der von Madelyn Okun, Harrys Ehefrau, geschriebenen Songs.

„Yucca Bean“ kam im Katalog gleich zweimal vor, nämlich als Yucca 105 von den Four Friends und als Yucca 112, deutlich jazziger dargeboten von Jack Richards, begleitet von Hall Daniels & The Naturals.

Es gab in den 50er Jahren einige Vokalgruppen mit dem Namen „The Four Friends“. Über diese hier wissen wir absolut nichts. Aber vielleicht haben die Okuns ja sogar selbst mitgesungen…

Git To Dat – BAB GONZALES

Babs Gonzales (1919 – 1980) war eine der großen Knalltüten der Jazzgeschichte, einer der frühen Protagonisten des Bebop, ein international auftretender Sänger, Komponist, Bonvivant, Playboy, Nachtclubbesitzer, Disc Jockey, Talentsucher, Labelbetreiber, Filmdarsteller und Buchautor – kurz: ein echtes Original.

Seine Karriere begann in den 30er Jahren als „Mädchen für alles“ für den Swing-König Jimmie Lunceford. Mit einem Turban auf dem Kopf und dem Phantasienamen „Ram Singh“ (diese „indische“ Identität sollte ihn gesellschaftlich aufwerten – siehe Billy Hope) brachte er es in Hollywood bis zum Chauffeur von Errol Flynn.
Als er als Frau verkleidet bei seiner Musterung auftauchte, wurde er sofort wehrdienstuntauglich geschrieben. Ab 1944 nannte er sich „Babs Gonzales“, um als angeblicher Südamerikaner Mitglied in der den Latino-Musikern vorbehalten Abteilung der Musikergewerkschaft zu werden. Wieder wollte er formal nicht als Schwarzer gelten.

„Git To Dat“ (eine Madison-Nummer!) erschien 1962 auf dem von Babs mitbetriebenen Label A-J Records und war einer seiner vielen, vielen Nicht-Hits.

 

Just Leave Me My Guitar – THE VAGABONDS

Viele Gruppen nannten sich „The Vagabonds“, aber keine war so langlebig wie diese hier.
Die Karriere unserer Vagabonds begann 1934 und endete irgendwann in den 70ern.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme von „Just Leave Me My Guitar“ bestand sie aus den beiden Gitarristen Dom Germano und Al Torrieri, dem Akkordeonisten Attilio Risso und Pete Peterson am Kontrabass.
Sie konnten singen und swingen, aber eigentlich sahen sie sich als musikalische Comedy-Truppe. Ihre vielen Jahrzehnte in den Nachtclubs, im Rundfunk und in den größten TV-Shows sprechen für sich.

Auffällig ist bei „Just Leave Me My Guitar“, dass hier ganz offensichtlich nur ein Mitglied der Vagabonds zu hören ist. Dom Germano gab als Sänger alles und der Rest der Combo legte am Produktionstag eine Zigarettenpause ein und wurde durch eine (leider anonyme) Big Band ersetzt.

Auch wenn hier ganz klar mit einem Rock & Roll-Parodiegedanken agiert wird, hören wir ein exzellentes und absolut ernst zu nehmendes Beispiel für krachenden Big Band Rhythm & Blues.

Möchten Sie sich ein Bild von einem typischen Auftritt der Vagabonds in den 50er Jahren machen? Bitteschön!

Nat King Cole & His Trio 1949:<br />
V.L.: Jack Costanzo, Nat King Cole, Irving Ashby und Joe Comfort.<br />

Nat King Cole & His Trio 1949:
V.L.: Jack Costanzo, Nat King Cole, Irving Ashby und Joe Comfort.

Kiss Kiss Kiss – DORITA & Jack Costanzo Orchestra

Zum dritten Mal heißen wir Sie willkommen in der wunderbaren und irren Welt von John Arcesi.

Nach dem großen Mann selbst (Vol. 5) und The Bombers (Vol. 6) geht es jetzt um Dorita.
Wer immer sie war – auch sie gehörte zu den Schützlingen dieses besonderen Musik-Originals.

Ihr Stil: Wissend, was die Thematik des Gesungenen anging.
Tatsächlich wissen wir nichts über sie. War sie eine echte Latina?
Das einzige Photo, dass wir von ihr kennen, spricht eher dagegen.
Und Jack Costanzo, der Leiter des Begleitorchesters?
Über ihn wissen wir alles! Kein Wunder, war er doch in seiner großen Zeit der berühmteste Bongotrommler der Welt…

1919 in Chicago geboren und zunächst als Tango-Tänzer in den besten Varietés der USA unterwegs, erlernte er das Spiel auf den Bongos und bekam Jobs bei immer namhafteren Bandleadern des Jazz und der Latin Music wie Stan Kenton und Dezi Arnaz. Der Beitritt zum Nat King Cole Trio (1949) katapultierte ihn weltweit ins Rampenlicht. Er blieb bis 1953 dabei und auch nach dem Ende des Trios und dem Beginn einer reinen Gesangskarriere für Mr. Cole stand er ihm gelegentlich bei Plattenaufnahmen und Fernsehauftritten zur Seite.

Da hatte er längst eine eigene Band gegründet, die schnell zur #1 in Hollywood avancierte.
Jack starb 2018 – vier Wochen vor seinem 99 Geburtstag.

„Kiss Kiss Kiss“ mit Dorita vom Oktober 1959 war für einen Könner wie ihn nicht viel mehr als eine Fingerübung.

BONUS: Mambo Polka – COUSIN FUZZY & His Cousins & Milkmaids

Herrrrrrlich! Eine Polka-Version von Perez Prados „Mambo No.5“ mit allem Zipp und Zapp: zweistimmige Trompetensätze, Akkordeon, Tenor-Banjo, lustvoll jauchzende Damen samt Schmettern und Juchhei!

1954 war Cousin Fuzzy der größte Name auf dem Polkaland-Label aus Sheboygan, Wisconsin, betrieben von einem Enthusiasten namens David A. Bensman. Hinter dem hübschen Künstlernamen „Cousin Fuzzy“ verbarg sich der Trompeter Earl McNellis, der als Jazztrompeter begann und nach dem 2. Weltkrieg voll auf die Polka-Karte setzte.

Die Polka-Musik, im Norden der USA damals wie heute ein nicht zu unterschätzender Marktfaktor, fand in ihm einen ihrer fleißigsten Protagonisten mit eigener Fernsehshow und einer Bühnenpräsenz so wild, wie die Polka-Szene sie gerade noch tolerierte. Dabei half ihm sein alter ego, die Kunstfigur „Cousin Fuzzy“ genauso wie seine „Cousins“ Agnes Benz (= „Cousin Aggie“ – Akkordeon), Wally McDonald (2. Trompete), Clarence Forslund (Banjo und Gitarre) und Ralph Highdale (Kontrabass). Und es gab die beiden singenden Milkmaids, von denen eine ein beherztes Stehschlagzeug spielte.

Cousin Fuzzy & His Cousins waren bis 1962 aktiv, als ihre lokale TV-Show eingestellt wurde und Earl McNellis fand, dass er genug Polkas für den Rest seines Lebens gespielt hatte.

Er verstarb 1984 mit 68 Jahren.

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